Bolivien/ Chile
Die Feuerberge der Cordillera Occidental

Freitag 06.06.2003 Abfahrt in Augsburg 15:30 Uhr.
Flug von München nach La Paz über Frankfurt, Rio de Janeiro, Sao Paulo und Santa Cruz.

Samstag 07.06.2003 Ankunft in La Paz, Flughafen auf 3.800 m nach 28 Stunden!
Zeitumstellung 6 Stunden, d.h. Ankunftszeit 19:30 Uhr nach deutscher Zeit und 13:30 nach bolivianischer Zeit. Transfer zum Hotel. Auf der Fahrt vom Flughafen in die Stadt haben wir einen Blick auf den Talkessel von La Paz, in dem 1 Millionen Menschen leben. Bolivien hat insgesamt 8 Millionen Einwohner. Im Hotel bekommen wir erst mal einen Koka-Tee, der soll helfen das wir kein oder zumindest weniger Kopfweh bekommen, wegen der Höhe, bekommen.
Danach gi
bt es eine Stadtbesichtigung per Bus (Plaza Murillo, die Kathedrale, der Hexenmarkt, das Freilichtmuseum in Miraflores oder die skurrile Erdpyramidenlandschaft des Mondtals). Um 20:30 Uhr legen wir uns schlafen. Ich kann trotz der Höhe sofort einschlafen.

Sonntag 08.06.2003
Meine Nachtruhe ist ab 2:30 Uhr beendet. Ich fühle mich nicht schlecht, aber richtig gut auch nicht. Ich muss immer wieder tief schnaufen. 7:30 Uhr Frühstück. Ich habe eigentlich keinen Appetit, esse aber dennoch eine Kleinigkeit. Auf unseren Wunsch hin wird das normale Tagesprogramm geändert. Wir fahren anstatt direkt zum Titicacasee, einen Umweg über das Dorf Laja und nach Tiwanaku (Tiahuanaco).
Tiwanaku ist die wichtigste Ausgrabungsstätte auf dem Altiplano. Obwohl Tiahuanaco nicht so beeindruckend ist wie manche antike Stätte in Peru, gehört es doch zu den bedeutendsten vorinkaischen Imperien. Die Tiahunaco-Kultur entstand ungefähr 600 v. Chr 200 Jahre vor er Blüte des Inkastaates, um 1200, zerfiel das Reich wieder -vermutlich wegen einer mehrere Generationen währenden Trockenperiode.
Steinmetzarbeiten und Baukunst zeugen von einer fortgeschrittenen Hochkultur und einem ausgeprägten ästhetischen Bewußtsein. Das sogenannte Sonnentor mit dem weinenden Gott, aus einem einzigen Andesitblock gehauen, sowie die beiden monolithischen Statuen im Zentralkomplex zeigen eine Bildhauerkunst, deren Niveau von den Inka nie erreicht wurde. Nur ein Bruchteil der einst wohl gut zweieinhalb Quadratkilometer großen Kultstätte ist bislang ausgegraben. Viele Bauten sind zerstört - die Stätte diente jahrhundertelang als Steinbruch -, viele Kunstwerke geraubt und in alle Welt zerstreut.
Da weder die Inka noch die spanischen Eroberer im 15. bzw. 16 Jahrhundert Zeitzeugen vorfanden, ist kaum etwas über Religion und Kosmos des Tiahunaco-Volkes bekannt. 
Unser bolivianischer Reiseleiter Frederico erklärt uns alles auf deutsch. Für mich zuviel am zweiten Tag, ich kann ihm nicht immer folgen, aber es macht dennoch Spaß. Die Begeisterung für sein Land und dessen Geschichte kommt unheimlich rüber.
Auf der Insel Suriki im Titicacasee gehen wir auf unseren ersten Berg bzw. eher Hügel. Mir schnellt bereits nach den ersten Schritten der Puls hoch. Ich gehe ganz langsam und am Ende der Gruppe, damit ich meinen Puls wenigstens halbwegs kontrollieren kann.
Auf der Rückfahrt nach La Paz schlafe ich wieder mehrmals im Bus ein.

Cordillera Occidental Im Anflug auf La Paz El Alto und La Paz La Paz mit Illimani 6.402 m
La Paz Erdpyramidenlandschaft des Mondtals Hexenmarkt in La Paz Kathedrale in La Paz
Illimani 6.402 m Kirche in Laja Die Ruinen von Tiahuanaco Sonnentor
Die Ruinen von Tiahuanaco Die Ruinen von Tiahuanaco Die Ruinen von Tiahuanaco Illimani 6.402 m
Auf der Insel Suriki im Titicacasee 3.812 m Auf der Insel Suriki im Titicacasee 3.812 m Auf der Insel Suriki im Titicacasee 3.812 m Auf der Insel Suriki im Titicacasee 3.812 m
Auf der Insel Suriki im Titicacasee 3.812 m Auf der Insel Suriki im Titicacasee 3.812 m Auf der Insel Suriki im Titicacasee 3.812 m Cordillera Real
Cordillera Real La Paz

 

Frederico auf dem Hexenmarkt La Paz Die Ruinen von Tiahuanaco

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