Bolivien/ Chile
Die Feuerberge der Cordillera Occidental

Mittwoch, 11.06.2003 Besteigung des Pucarani 4.915 m
Heute wird es ernst! Schluss mit lustig, wir wollen den Pucarani besteigen. 5 Uhr wecken bei -15 Grad, danach Frühstück. Um 6:15 Uhr Abmarsch. Es geht, anfangs noch im Dunklen mit Stirnlampen, durch einen wunderschönen Kakteenwald (riesige Säulenkakteen) und immer Blick auf den Salar de Coipasa. In der Ferne sehen wir den Guallatiri. Der Weg ging die 1.200 Höhenmeter stetig bergauf. Ganz schön anstrengend, wenn ich ein bißchen zu schnell gehe, geht die Pumpe ohne Ende und der Puls geht hoch. Um 12:10 Uhr sind wir oben, bei wunderschönem Wetter und fantastischer Sicht. Einfach grandios. Wir waren eine gute Stunde auf dem Gipfel, sodass wir uns etwas erholen konnten. Uns stand ja noch ein fast 3 stündiger Abstieg bevor. Der zum Schluss, zwar wieder durch den Kakteenwald führte, aber auch kein Ende nehmen wollte. Um 15:45 Uhr waren wir dann wieder im Camp, ausgedörrt und ganz schön durchgelatscht. 
Jetzt hatten wir noch genug Zeit  und zu pflegen, auszuruhen und schon wieder für morgen zu packen. Wir werden heute sehr schnell und gut schlafen.

Donnerstag, 12.06.2003 Fahrt vom Pucarani über die chilenische Grenze zum Isluga 5.510 m
Wecken um 6 Uhr, es hat "nur" -9 Grad, Frühstück und um 8 Uhr Abfahrt. Heute verlassen wir Bolivien in Richtung Chile. Den Pucarani sehen wir noch eine ganze Weile, als würde er sich von uns verabschieden wollen. An der Grenze haben wir uns von Hidalgo, unserem Busfahrer, verabschiedet, er muss zurück nach La Paz und das ganze Geraffel wird auf 2 Jeeps umgeladen. Erstaunlich was da alles drauf und rein passt! Der Bus hat trotz seltsamer Geräusche am Morgen gut durchgehalten. Vor dem Grenzübertritt gabs noch Lunch, da wir kein Essen mit nach Chile nehmen dürfen und somit alles weg muss. An der chilenischen Grenze, 200 Meter weiter, mussten wir wieder fast alles abladen und wurden penibel kontrolliert. 
Danach ging die Fahrt in den Isluga Nationalpark. Neben den obligatorischen Lamas, haben wir erstmals die gemeine Andengänse gesehen, sie sind immer paarweise zu sehen. Zwischendurch haben wir in einem Ort, Isluga, halt gemacht, dort gibt es eine sehr schöne koloniale Kirche zu sehen und zu fotografieren.
Der Höhepunkt der Fahrt war das "Bad der Inka", eine natürliche heisse Thermalquelle. Da konnten wir den Dreck der letzten Tage loswerden, einfach traumhaft. Das Wasser hatte eine Temperatur wie am Warmbadetag!
Danach war es nicht mehr weit und wir konnten wieder unser Zelt aufbauen. Erstmals auf 4.300 m, wodurch wir beim Aufbau wieder ins Schnaufen kamen. Das Camp hat eine traumhafte Lage, in einer unendlich wirkenden Landschaft, zwischen Vulkanen. Den Isluga kann man, wenn man ein wenig hochsteigt schon sehen und wenn man den Berg nicht sieht, sieht man zumindest den Rauch der aus dem Krater steigt. Gegen Abend wird es windig und wir verkriechen uns bis zum Abendessen ins Zelt.

 

   Bolivien/ Chile