Klassische Rundreise in 22 Tagen über 5.222 km in

    Namibia       

Planung/ Vorgeschichte, Januar 2002 (!):
Letztes Jahr waren wir in Südafrika, ein traumhafter Urlaub, und nun? Unsere Freunde, Marina und Michael, waren danach in Namibia und sie meinten es wäre dort noch schöner gewesen. Kaum vorstellbar. Aber es reizt uns sehr, insbesondere durch die Bilder die wir bereits gesehen haben. Also beginnen wir mit der Planung. Zuerst einmal stellen wir fest, das es mindestens genauso viel Fahrerei wird wie in Südafrika, wenn nicht noch mehr. Namibia hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von Hamburg nach Rom! Außerdem hat es relativ wenige geteerte Straßen. Dann werden wir also doch ein Allradfahrzeug nehmen, die nicht gerade preiswert sind. Aber bevor wir irgendwo stecken bleiben ... 
Als Reisemonat wählen wir den September, da es zu dieser Jahreszeit recht trocken ist und daher viele Tiere an den Wasserlöchern zu beobachten sind.
Dann überlegen wir ob wir uns die Unterkünfte wieder vor Ort suchen oder vorher fest buchen. Nachdem wir im September kaum alleine reisen  werden, da es der ideale Reisemonat ist und die Unterkünfte weit auseinander liegen und es vergleichsweise wenige Unterkünfte im Verhältnis zur Landesgröße gibt, entschließen wir uns vor zu buchen. Das haben wir zwar noch nie gemacht, aber irgendwann ist immer das erstemal.
Zwischenzeitlich haben wir uns das Iwanowski-Reisehandbuch Namibia gekauft. Den Iwanowski hatten wir bereits in Südafrika für die Gardenroute und waren sehr zufrieden. Dabei haben wir festgestellt, das die auch Komplettreisen anbieten. Also gleich Katalog bestellt und im Internet gestöbert! Da ist eine sehr schöne Reise drin, die werden wir wohl auch buchen, insbesondere kann man diese individuell anpassen. Man kann Tage streichen, an anderer Stelle wieder einfügen und sogar andere Unterkünfte wählen, obwohl 3 verschiedene Kategorien bereits angeboten werden.

Düne in der Nähe der Sossusvlei

Allgemeines (September 2002): Hierauf möchte ich verzichten, da dieser Punkt hinreichend in jedem Reiseführer behandelt wird.

Zäune: Die Namibier sind die Könige der Zäune. Sie zäunen alles ein! In der Hauptsache natürlich ihr Stück Land. D.h. man kann fahren wo man will und ein paar Meter neben der Straße befindet sich ein Zaun. Wie wenn man in Italien eine Mautstrecke befährt, damit man nicht illegal abfährt. Der Hauptgrund dürfte aber meines Erachtens darin liegen, das sich ein nicht unerheblicher Wildbestand auf den meisten Ländereien befindet. Der Nachteil ist das man aus dem Auto raus kein Bild ohne Zaun machen kann. Man muss immer aus dem Auto raus und ins Gestrüpp laufen. Was Heike nie gemacht hat wegen der möglichen Schlangen, ich habe keine angetroffen, hab aber auch, soweit möglich, hingeschaut wo ich hintrete ...

Schotterstraßen: Ein Grossteil des Straßennetzes besteht lediglich aus Schotterstraßen. Oder anders gesagt, nur die größeren Orte sind mit Teerstraßen verbunden. Das hat natürlich mehrere Nachteile, der erste, der Zeitfaktor, unsere Routenplanung, obwohl gegenüber Südafrika teilweise deutlich kürzere Strecken, ergab hier und da recht lange Etappen. Oder besser gesagt wir hätten die Karten genauer anschauen sollen und präziser planen sollen. Man kann auf Teerstraßen ca. einen Schnitt von 100 km/h fahren auf der Straßen, nur die Hälfte! Der zweite Nachteil ist natürlich die höhere Anstrengung beim Fahren. Man muss wirklich jeden Moment hellwach sein, da es einen sonst ruckzuck von der Straße trägt. Wir haben ein 4 Seiten langes Faltblatt von der Botschaft von Deutschland bekommen, das das meiste im Urlaub durch Autounfälle passiert. Und hier nicht durch Zusammenstöße, sondern nahezu ausschließlich durch zu schnelles Fahren! Wir hatten sicherlich 2 oder 3mal ziemliches Glück das wir davon verschont blieben. Das Problem sind  immer enger werdende Kurven oder Kurven die nicht als Steilkurve, also leicht schräg gebaut sind, sondern flach und Rollsplittauflage haben, der einen ruck zuck nach außen trägt. In dem Papier und auch von der Autovermietung heißt es auf Schotterstraßen nie schneller wie 80 km/h fahren und selbst das ist teilweise viel zu schnell!

Gegenverkehr: Es gibt praktisch keinen! Nein natürlich schon, aber nicht wirklich im Vergleich zu Europa. Wir hatten Tage da kamen uns am Tag vielleicht 5 Autos entgegen! Und das bei Fahrten von teilweise bis zu 5 oder 6 Stunden!

Totes Vlei                                        Köcherbaumwald

Sicherheit: Erstmals ist während (!) unseres Urlaubes eine deutsche Touristin ermordet worden. Unserer Meinung nach handelt es sich hierbei um einen sehr tragischen und bedauerlichen Einzelfall. Wir können nur berichten, das wir uns zu jeder Zeit in Namibia sicher gefühlt haben. Man sollte aber natürlich die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, die generell in fremden Ländern gelten, beachten.

Fullservice an Tankstellen: Anfangs etwas ungewohnt, findet man doch schnell Gefallen daran. Man kommt an, macht die Scheibe runter und sagt was man will. Das Benzin wird eingefüllt, bis der Tank voll ist (da passt kein Tropfen mehr rein!), die Scheiben werden geputzt und das Wechselgeld bekommt man auch gebracht. Ganz Genaue putzen die Scheiben rund herum. Sehr bequem.

Gepard (captive)              Leopard (captive)

Essen: Kurz um, man kann hervorragend essen und kostet lediglich ein Drittel bis die Hälfte von unseren Preisen. Insbesondere Steak's (Rind, Strauß, Oryx, Kudu, Springbock) und an den Küsten natürlich Fisch, sind zu empfehlen.

Etwas Werbung in eigener Sache!

Material:
Reiseführer:  Iwanowski Namibia Reisehandbuch inkl. Reisekarte, Küpper Namibia Naturschutzgebiete Reisehandbuch (Iwanowski's Reisebuchverlag), APA Guide Namibia, abenteuer & reisen Namibia entdecken & erleben (war auf der Reise nicht mit dabei)

Tagebuch/ Reisebericht mit Bildern

Windhoek - Hardap-Damm - Anib Lodge
Anib Lodge - Stampriet - Gochas - kurz vor Keetmanshoop - Quivertree Rest Camp 
Quivertree Rest Camp - Keetmanshoop - Canyon Lodge
Canyon Lodge - Aus - Lüderitz
Lüderitz - Kolmanskoppe- Aus - La Vallee Tranquille
La Vallee Tranquille - Kulala Tented Camp
Kulala Tented Camp - Gaub Pass - Kuiseb Pass - Namib-Naukluft Park - Walvis Bay - Swakopmund
Swakopmund - Cape Cross - Spitzkoppe - Usakos - Karibib - Omaruru - Epako Game Lodge
Epako Game Lodge - Omaruru - Uis - Mowani Lodge
Mowani Lodge - Khorixas - Outjo - Okaukuejo Rest Camp
Okaukuejo Rest Camp - Halali Rest Camp
Halali Rest Camp -  Namutoni - Mushara Lodge
Mushara Lodge - Tsumeb - Otavi - Otjiwarongo - Okonjima Lodge
Okonjima Lodge - Okahandja - Oropoko Lodge - Windhoek

Unsere Route

Die Karte ist ein Kompromiss zwischen Ladezeit  (ca. 110 kb) und Lesbarkeit!

Von Nach Teer Schotter Gesamt/ Tag Gesamt
Windhoek AnibLodge 253 3 256 256
AnibLodge Quivertree Rest Camp 32 339 371 627
Quivertree Rest Camp Canon Lodge 31 135 166 793
Canon Lodge Lüderitz 293 116 409 1.202
Lüderitz La Valle Tranquille 125 293 418 1.620
La Valle Tranquille Kuala Tented Camp 0 186 186 1.806
Kuala Tented Camp Swakopmund 31 313 344 2.150
Swakopmund Epako Game Lodge 127 310 437 2.587
Epako Game Lodge Mowani Lodge 20 259 279 2.866
Mowani Lodge Okaukuijo Rest Camp 238 107 345 3.211
Okaukuijo Rest Camp Halali Rest Camp 0 100 100 3.311
Halali Rest Camp Mushara Lodge 24 126 150 3.461
Mushara Lodge Okonjina Lodge 318 25 343 3.804
Okonjina Lodge Oropoko Lodge 165 38 203 4.007
Oropoko Lodge Windhoek 111 18 129 4.136

Bei den jeweiligen Kilometerangaben handelt es sich um die von uns gefahrenen Entfernungskilometer. Diese sind nicht immer identisch mit den Entfernungskilometer, wenn man das Ziel auf direktem Weg angesteuert hätte, da wir teilweise Umwege über Nebenstraßen gefahren sind, sofern sie uns schöner erschienen. Auch fehlen die Kilometer die wir noch zusätzlich zu den normalen Tagesetappen am Etappenziel gefahren sind. Aber ich denke die reinen Entfernungskilometer sind für eigene Planungen interessanter, insbesondere da unterteilt nach Teer-/ Schotterstraßen.

                                          Löwe (captive)

Lodges
Lodge Lage Zimmer Essen Betreiber Größe
Pension Moni, Windhoek zentrumsnah, ruhig schlicht, aber alles drin, geräumig Fehlanzeige sehr freundlich und hilfsbereit, sehr gute Essens-empfehlung, Sardinia Pizzaria (schlicht eingerichtet) klein, familiär
Anib Lodge mitten auf dem platten Land schöne Zimmer, aber eng bei- einander ausgezeichnet und stilvoll freundlich;
er, sehr gesprächig
klein, familiär
Quivertree Rest Camp direkt an der Straße und beim Köcherbaumwald einfach, Rest Camp halt, geräumig einfach, aber gut sehr freundlich und hilfsbereit klein bis mittel
Canon Lodge traumhaft, eingebettet in Felsen und Landschaft stilvoll, in Felsen integriert sehr gut bis gut, stilvoll, Buffet sehr freundlich und hilfsbereit mittel bis groß
Seaview, Zum Sperrgebiet im Zentrum mit Blick auf Hafen und Meer Hotel halt gut, a la carte unauffällig groß, Busse
Gästefarm La Valle Tranquille mitten in der Einsamkeit geräumig mit Kamin sehr gut, gemütlich sehr freundlich und gesprächig (wir waren die einzigsten Gäste und haben viel über das Land erfahren) klein
Kuala Tented Camp traumhaft, mit Blick auf eine Ebene und die dahinter liegenden Berge Zelt mit kompletten Bad, sehr stilvoll sehr gut, Buffet, stilvoll sehr freundlich klein
Strandhotel Swakopmund am Meer und im Zentrum Hotel halt Fehlanzeige
Restaurant Tuc ist sehr zu empfehlen!
freundlich und sehr hilfsbereit groß
Epako Game Lodge mitten in der Wildnis stilvoll und sehr geräumig sehr gut mit Nachspeisenbuffet und Blick auf das Wasserloch sehr freundlich und hilfsbereit mittel bis groß
Mowani Lodge traumhaft und spektakulär Zelt mit kompletten Bad, sehr stilvoll und mit Blick auf die umliegenden Berge ausgezeichnet und stilvoll sehr freundlich und hilfsbereit, die Angestellte sind sehr lustig mit Gesangseinlage nach dem Essen  klein
Okaukujeo Rest Camp im Etoscha National Park einfach, Rest Camp halt, geräumig durchschnittlich entfällt groß
Halali Rest Camp im Etoscha National Park einfach, Rest Camp halt, geräumig gut entfällt groß
Mushara Lodge am Rande des Etoscha National Park sehr stilvoll und sehr groß ausgezeichnet und stilvoll sehr freundlich und hilfsbereit klein
Okonjima Lodge mitten in der Wildnis sehr stilvoll, aber klein ausgezeichnet und stilvoll hervorragend! klein
Oropoko Lodge sehr schön, mitten in der Wildnis, auf einem Hügel gelegen sehr geräumig, aber ohne jegliches Flair sehr gut sehr freundlich und hilfsbereit groß, Busse

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Wen's interessiert meine derzeitige Fotoausrüstung.

Copyright 2002 © Markus Fries
Blacknudl@gmx.de

Stand: 08.12.2002