Mögliche Probleme bei unserem Trekk:

Höhenkrankheit: Ergibt sich durch mangelhafte Sauerstoffversorgung des Körper. Symptome: Erbrechen, Durchfall, Kopfweh, Übelkeit, Schlaflosigkeit, etc., kann sofern Symptome ignoriert werden zum Tod führen. Maßnahme: Sofortiges Verlassen der aktuellen Höhe, d.h. soweit runter und so schnell wie möglich, sofern man noch dazu in der Lage ist, ansonsten Hubschrauber (bis ca. 4.500 m möglich bzw. soweit Landeplatz vorhanden). Gem. einschlägiger Literatur hilft zur Vermeidung trinken, trinken, trinken ... man sollte soviel trinken, damit man mindestens 1 Liter Wasser lassen kann.

Trockener Hals: Die Luft im Himalaya ist sehr kalt und sehr trocken. Maßnahme: ab ca. 3.500 m sollte man mit einem Tuch vor der Nase und dem Mund laufen, dieses „filtert“ die kalte, trockene und meist sehr staubige Luft (staubig durch die oft sehr sandigen Wege). Weitere Maßnahme immer wieder Bonbon’s lutschen.

Erkältungen: Man unterschätzt die Höhe bzw. die Kälte und die sich dadurch ergebenden Erkältungen. Es wird einfach, nachdem die Sonne weg ist und teilweise auch in der Sonne, unheimlich schnell kalt, man zieht nicht gleich was über und schon ist die Erkältung da. Maßnahme: Immer sofort gut einpacken. Duschen und vor allem Haare waschen in der Höhe vermeiden (auch wenn es oft sehr schwer fällt und die „Hot Shower“ lockt); Uns standen immerhin bis auf die höchste Lodge in 4.750 m immer „Hot Showers“ zur Verfügung, auch wenn es nur ein Rinnsal war.

Schlaflosigkeit: Der Körper stellt sich nicht schnell genug um, man hat einen zu hohen Puls oder der Schlaf ist durch Erkältungen stark beeinträchtigt. Maßnahme: Sehr schwierig! Was will man machen, wenn man auf über 4.000 m liegt die Nase fast zu ist, aufwacht und man meint man kriegt nicht genug Luft/ Sauerstoff. Wirklich kein angenehmes Gefühl. Soweit irgendwie möglich bestmögliche Höhenanpassung.

Durchfall: kein eigentliches Problem des Trekk, sondern ein generell asiatisches Problem. Gem. Jürgen, einem Vertreter des Summit Club vor Ort in Kathmandu, brauchten wir nichts zu  befürchten, da die Lodges bezüglich des Problemes sensibilisiert seien. War auch kein Problem. Maßnahmen: die Üblichen; nur gekochte und geschälte Lebensmittel essen, nur abgekochtes Wasser trinken. Wichtig! Auch beim Zähne putzen, etc.;

zu schnelles Gehen: Der Körper schränkt sofort jegliche Leistungsbereitschaft ein, wenn er in dieser Höhe überlastet wird. Angefangen damit, das man sehr schnell, sehr schlapp wird, man bekommt zusätzlich unheimliche Kopfschmerzen, etc.. Es ist das erste was uns unsere Führer beigebracht haben: „Bistaaraai!“ = Langsam!

Kälte: Wir hatten zum Glück in unserem Zimmer, maximal + 1 Grad kalt. Sofern man keine entsprechenden Schlafsack hat, wird das ziemlich unangenehm. Zur eigentlichen Kälte, kommt zudem noch ein oft eisiger Wind, der die Fühltemperatur um einiges reduziert. Ansonsten siehe Erkältungen.

Waschen: Wie oben schon gesagt, gab es, bis auf die höchste Lodge, immer eine Hot Shower. Ansonsten blieb es bei einer kleinen Schüssel heißem bzw. teilweise lauwarmem Wasser. Wie bereits unter „Erkältungen“ gesagt, ist das vermutlich über 4.000 m die bessere Lösung. Andere Möglichkeiten sind nicht machbar, da alles gefrieren würde.

Toiletten: Der gute alte Donnerbalken! Auch hier gilt, andere Lösungen mit Wasser, sind aufgrund der niedrigen Temperaturen nicht darstellbar. Weiter unten führt dies zu teilweise entsetzlich riechenden „Häuschen“, weiter oben gefriert auch das ...

Eintöniges Essen: Erhöhte Anfälligkeit gegen alle möglichen Krankenheiten, aufgrund fehlender Vitamine und Mineralien. Maßnahme: eigentlich keine wirklich richtige. Es gibt da oben einfach kein Obst. Man kann natürlich in das abgekochte Wasser alle möglichen Tabletten geben, mit Multivitamin, Magnesium, Calcium, etc., aber ein richtiger Ersatz ist das m.E. nicht.

zurück zu Nepal II